M A N 5to
Sonderfahrzeug
Eigentlich wollte ich nur ein einziges Trialfahrzeug im Maßstab 1:87 bauen, doch auf der Euromodell 2000 in Bremen fiel mir ein
MAN Löschfahrzeug in die Hände. Da der Oshkosh noch nicht über zufriedene Trialeigenschaften verfügt, habe ich mich
kurzfristig für den Bau zu diesem MAN entschieden.
Nach relativ kurzer Bauzeit (Sonntagnachmittag), ist ein durchaus zufriedenstellendes Modell mit hervorragenden Fahr- und
Handlingseigenschaften im Trialgelände entstanden. Enge Kurvenradien und auch ausreichende Bodenfreiheit sollten
Grundvorraussetzung sein. Der Lenkeinschlag ist mehr als ausreichend, doch bei der Bodenfreiheit fehlt ein wenig,  aufgrund der
Karosserie ist dieses auch nicht anders möglich.


FAHRGESTELL

Als Basis dient ein aus Messing gelöteter Rahmen. Hierbei kam 7x2mm Rohmatrial zum Einsatz, ich habe bewußt so breites Material
verwendet damit ich die Aufnahmebohrung für die Hinterhachse direkt im Rahmen bohren konnte. Der restliche Rahmen wurde auf
4mm abgefeilt. Die Vorderachse, ebenfalls aus Messing gefräst wurde mit zwei Messingwinkel und einer Schraube M1,7x5 drehbar
gelagert, damit auch im schwierigsten Gelände alle Räder den Boden berühren. Für das Lenkservo mußte der Rahmen einseitig
aufgetrennt werden, der aber gleichzeitung durch Zwischenstreben aus 1.5mm starken Messingdraht verstärkt wurden.

ANTRIEB & ENERGIEVERSORGUNG

Verwendet wurde ein Faulhabermotor 0816 mit einer Gesamtuntersetzung von 1:140. An dem Motor ist ein Untersetzungsgetriebe  von 1:4 angeflanscht.  Über ein Stirnradgetriebe mit einem Zahnradpaar von 28/16 Zähnen auf die Antriebsschnecke mit einer  starren Hinterachse und einem Ritzel mit 20 Zähnen wird der nötige Vorschub und die Vorschubkraft ausgeübt.
Vier Knopfzellen mit 1,2Volt und 150mAh sorgen für eine ausreichende Energieversorgung und ermöglichen Betriebszeiten bis zu 30  Minuten. Bei dem Einbau der Zellen wurde der zu wenig zuverfügungsstehende Platz so gewählt, daß das Gewicht  einigermaßen  gleichmäßig im Fahrzeug verteilt wurde.

LENKUNG

Das Herzstück der Lenkung besteht aus einem handelsüblichen Servo von Graupner. Das C141 Servo wurde allerdings ein wenig von
zuviel Gehäuse befreit, damit es unter der Karosserie Platz findet. Durch eine kleine Anlenkstange wird der Lenkeinschlag
übernommen. Wie bereits erwähnt ist die Vorderachse pendeln aufgehangen. Das die Vorderräder mit Kugellagern versehen sind ist
klar, dazu wurde die Plastikfelge soweit ausgefräst bis das Kugellager aufgenommen werden kann. Mit einer M2 Schraube
befestigt kann auch später noch ein Reifenwechsel erfolgen.


RC-ANLAGE

Der 4-Kanal Empfänger von Becker kam ebenfalls nicht um eine Modifikation herum. Die Steckerleiste nebst Platine mußte entfernt
werden, damit ich das Bauteil quer in das Fahrzeug unterbringen konnte. Der Fahrtregler, ein kleiner PIC-Regler, wurde an einer
ausreichend großen Stelle im Fahrzeug befestigt. Ein SMD-Schalter und die Ladebuchse befindet sich auf der Unterseite des
Fahreuges.
Auf weitere Sonderfunktionen wurde bisher verzichtet, aber ein nachträglichen Einbau von Beleuchtung ist in Planung.


Hier noch ein paar Fotos zum "Leckerfitzig" machen...

Größenvergleich MAN 1:87  auf LKW-Rad 1:8