Auf dieser Seite soll eine Art U-Boot Galerie entstehen mit Booten, die ich irgendwo mal gesehen habe, als Modell oder  auch im Original. Soweit es möglich ist, gibt es nähere Informationen über die jeweiligen Boote, oder zu den Erbauern.
U-Boot und mehr.....
Deep Explorer
         -> oder aus der Spielzeugkiste vom Sohnemann zum Spielzeug von Papa!
Hierbei handelt es sich um einen Umbau von einem Playmobil-U-Boot zu einer Ferngesteuerten Variante. Einige Baustufenfotos zeigen den Werdegang dieses Modells.
Kleine Baubeschreibung

Dieses kleine U-Boot ist mein Erstlingswerk, zumindest was U-Boote betrifft. Die Verwendung des Playmobil-U-Bootes Ariane II als Basis hat mein Sohn (4) verursacht.
Als erstes wurde das Boot zerlegt und die Trennwand im hinteren Drittel des Bootes und die Ausformung, in dem das durchsichtige Kunststoffteil steckt, entfernt. Das durchsichtige Kunststoffteil wurde kurz  unterhalb des "Armaturenbrett" abgesägt.
Von unten habe ich dann eine 0,5mm Polystrohlplatte eingeklebt, welche den Kopf des U-Boot-Fahrers, den
Anschalter, eine Kontoll-LED und die Ladebuchse trägt und außerdem den Turm vom unteren Teil des Bootes  trennt.
Die Antenne steckt in dem Anschluß an dem normalerweise der Schlauch des Blasebalgs angeschlossen wird.
Dort wo beim Spielzeug ein Greifarm und ein Scheinwerfer angebracht werden, habe ich je eine superhelle weiße 5mm LED (3000 mcd) mit einem Reflektor von LEGO-Technik eingeklebt. Geschaltet werden die  Scheinwerfer durch einen in SMD-Bauweise ausgeführten Taster (Conrad Electronic) auf einem separatem Kanal.
An der unteren Schale habe ich die Wölbung für den Spielzeugmotor herausgeschnitten und durch eine gebogene Polystrohlplatte ersetzt, um mehr Platz zu gewinnen.
Die gesamten RC- Komponenten habe ich auf einer 2mm Polystrohlplatte untergebracht, welche auf vier eingeklebten Schrauben demontierbar gelagert ist. Die vier NiMh Zellen (1500 mAh !) sind von unten mit Kabelbindern befestigt. Alle elektrischen Verbindungen, außer Servo und Antenne, zwischen RC-Platte und der oberen Hälfte des Boots erfolgen über einen neunpoligen Sub-D-Stecker. Als Empfänger habe ich einen
Graupner XP8 (40 MHZ) und als Servo für die Schwenkbaren Motoren ein Graupner C1041 (ist das gleiche wie ein C141 nur mit Kugellager) gewählt.
Die Motoren werden je mit einer Servoelektronik über einen Mischerbaustein, beides von Conrad Electronic, angesteuert, also keine "Panzersteuerung". Die Servoelectroniken sind gegenüber der Bausatzausführung etwas modifiziert, um den Totbereich, sprich den Nullpunkt, zu vergrößern und das Ansprechen etwas
weicher zu gestalten. Ich habe lediglich eine Widerstand und einen Kondensator getauscht. Außerdem habe ich Zehngang-Trimmer verwendet um den Nullpunkt feinfühliger einstellen zu können. Die Schaltung der Servoelektronik ist übrigens bis auf die geänderten Widerstände identisch mit der unterm dem folgenden Link:
http://home.t-online/tfeuchter/tipps/frsmd400.htm.
Neuer das die Schaltung in SMD-Bauweise ausgeführt ist und der Trimmer auf der Platine untergebracht ist. Bei den Motoren habe ich mir leider welche mit 3 V Nennspannung ausgesucht. Mit 4,8 V Betriebsspannung reagieren die leider etwas aggresiv und der Strom wird dann etwas hoch, welcher die Servoelektroniken
wiederum stark belasten. Als Notlösung habe ich 2,2 Ohm Widerstände vor die Motoren geschaltet. Jetzt ist das Regelverhalten der Motoren einigermaßen akzeptabel. Das nächst mal werde ich lieber Motoren mit 6 V Nennspannung nehmen. Unbedingt sollte man auf ausreichende Entstörung mit drei Kondensatoren und, wenn Möglich, zusätzlich mit zwei Spulen, der Motoren achten. Ich mußte leider nachfuschen. Die Schrauben sind mit Gewinden M2 direkt auf die Motorwellen geschraubt. Die Motoren habe ich an Messingrohre geklebt, welche wiederum in Messingrohren drehbar gelagert. Die Abdichtung erfolgt über
Fett und O-Ringe. Zur Abdichtung der beiden Rumpfhälfen wurden diese mit transparentem Silikon verklebt. Das heißt, der
Rumpf ist leider nicht so einfach zugänglich. Versuche mit Fett, einem Gummiring oder einer Silikonraupe schlugen leider fehl.
Um wenigstens eine Stelle zu haben an der ich das Boot öffnen kann und natürlich um an den Schalter und die Ladebuchse zu kommen ist das Turmluk zum öffnen. Die Abdichtung erfolgt hierbei mit einer glattgestrichenen Silikonraupe jeweils am Deckel und an dem Glasteil. Der Deckel wird mit einer Schraube
mit O-Ring aufgepreßt.  Damit das Boot stabiler fährt habe ich noch Schlingerkiele angeklebt und die Flossen vergrößert.
Ohne Blei, voll funktionsfähig, wiegt das Boot nicht ganz 360 g und taucht damit bis knapp unterhalb des Turms ein. Ich habe 80 g Blei zusätzlich im Boot verteilt, wobei man etwas probieren muß um das Boot optimal zu Trimmen. Ich habe Blei verwendet welches auch an Alufelgen geklebt wird. Zur Not kann man auch ein Stück davon außen ankleben. Wenn man das lackiert fällt das gar nicht mal unbedingt auf. Das Boot taucht jetzt bis ca. 4mm unterhalb der Scheibenoberkante ein. Das sieht eigentlich etwas zu tief aus. Hier muß man dem großen Turmquerschnitt seinen Tribut zollen. Mehr Auftrieb, bzw. weniger Gewicht führt leider zu deutlich schlechterem  Tauchverhalten, wie bei einem Korken.              Abschließendes Fazit: Der Vorteil diese Boots ist sicher der, eine interessante Form zu habe ohne groß basteln zu müssen. Die Abdichtung ist jedoch nicht ganz so einfach, aber kein unüberwindbares Hindernis.
Der große Turm ist leider auch von Nachteil. Aber es hat Spaß gemacht, und es funktioniert :o).

Wer mehr zu diesem Boot wissen möchte kann mir gerne eine email schreiben.

Erbauer: O.Scholten
Technische Daten:

- Modell von Playmobil
- Motoren über Mischer steuerbar und schwenkbar
- Tauchfunktion dynamisch
- Scheinwerfer über Fernsteuerung schaltbar.
- Akkukapazität 1500 mAh (NiMh-Zellen)

Dieses U-Boot war mein erster Versuch ein Mini-U-Boot zu bauen. Mit Polystyrolplatten sehr einfach aufgebaut, dabei noch nicht mal auf die Festigkeit der Hülle und an die demendsprechenden Druckverhältnissen in der Tiefe nachgedacht. Es sollte nur ein kleines U-Boot für den Uferbereich sein, was Kostengünstig und sehr einfach zu steuern sein sollte.
Seegurke
Wer mehr über dieses Boot wissen möchte, in der SchiffsModell Ausgabe 10/97 ist ein ausführlicher Baubericht zu finden.

Erbauer: D.Stukenbrok
Wie man wenig Aufwand und das noch bei geringen Kosten ein U-Boot bauen kann...? Sehen  und staunen sie selbst!

Technische Daten:

              - Gewicht: muß ich noch auswiegen
              - Länge: ca. 135 mm
              - Tauchtiefe bisher ca. 1 m
              - Motoren über Mischer steuerbar
              - Tauchfunktion dynamisch
              - Scheinwerfer schaltbar, nicht über Fernsteuerung
              - Akkukapazität 550 mAh (NiMh-Zellen)
              - Kosten ca. 75 EUR (mit Teilen aus der Grabbelkiste!)


Kernpunkte meines zweiten U-Boot-Projektes sollten sein:

              - sehr gute Zugänglichkeit aller Komponenten
              - geringe Kosten
              - einfache Steuerung mit nur zwei Kanälen und Mischer

Die Punkte Kosten und einfache Bedienbarkeit mit einer 2-Kanal-Anklage (für meine Fünfjährigen) führten dazu, dass die Scheinwerfer und Positionsleuchten über einen Dip-Schalter vor dem zu Wasser lassen  geschaltet werden müssen. Die Steuerung der beiden Motoren erfolgt über einen Mischerbaustein (Conrad  Electronik), also keine „Panzersteuerung". Der Empfänger ist ein herkömmlicher 2-K-Empfänger für 2,50  EUR aus der Grabbelkiste der seines Gehäuses beraubt worden ist. Ein großer Vorteil ist die geringere  Für
die Fahrtenregler und die Motoren habe ich zwei alte „große" Servos RS 10 von Robbe geschlachtet. Die  Servoelektroniken waren natürlich kaputt, sodass ich da auch noch neue kaufen mußte. Diese sind, wie bei meiner Deep Explorer, modifiziert, um einen halbwegs vernünftigen Nullpunkt und ruhigeres Ansprechverhalten der Motoren hin zu bekommen. Die Beleuchtung besteht aus je einer roten und grünen 3mm LED als Positionslichter und zwei weißen 3 mm (900 mcd) und zwei weißen 5 mm (3000 mcd)LEDs als               Scheinwerfer. Der Stromverbrauch der vollen Beleuchtung beträgt ca. 120 mA! Das ist nicht wenig und macht sich deutlich in der Fahrzeit bemerkbar, zumal man die Beleuchtung nicht während der Fahrt schalten kann. Zur Verkabelung und Entstörung empfehle ich die folgende Seite von Thorsten Feuchter zu beachten:
http://home.t-online.de/home/tfeuchter/Tipps/stoer.htm!! Bei meiner Deep Explorer hat das echt viel geholfen. Soviel erst mal zur eingebauten Technik.
Bei der Konstruktion habe ich mich für einen zentralen Aluminium-Ring als Verschlußeinheit entschieden. Dieser Ring ist wohl das komplexeste Teil an diesem Boot, da einmal die Dichtungen (O-Ringe) nicht sichtbar sein sollten, die Motoren an dem Ring befestigt sind (Gott sei dank nicht drehbar) und auch noch zwei Nuten
eingefeilt sind, in welchen die Einbauplatte eingeschoben wird. Meine Konstruktion kommt ohne Verschlußschrauben aus. Die Rumpfhälften werden einzig und allein durch die stramm sitzenden O-Ringe
(und dem Wasserdruck) gehalten. Die Einbauplatte ist eine 2 mm starke ABS-Platte. Die Abmessungen habe ich durch „puzzeln" mit den einzubauenden Komponenten + Lego-Männchen festgelegt, wobei die Höhe der Platte vorgegeben ist durch den Innendurchmesser des Rings + zwei mal Nuttiefe. Die Abmessungen des  Rings sind wiederum anhängig von dem verwendeten Rohr für die Rumpfhälften. Die Einbauplatte läßt sich  nach vorne aus dem Ring schieben, vorausgesetzt die Kabel zu den Motoren sind lang genug. Vor dem Ring ist  die Einbauplatte etwas höher, als Anschlag, damit die Gewichtsverteilung gleich bleibt.

Als Rohr habe ich Abflußrohr mit 50mm Außendurchmesser und 2 mm Wandstärke verwendet. Das Rohr ist  zwar billig, dafür aber unrund und nicht gleichmäßig in den Abmessungen Durchmesser und Wandstärke.
Außerdem läßt sich Polypropylen schlecht kleben. Stabilit Express (Polyerster) geht so. Ich habe   Zwei-Komponenten-Klebstoff (Sauteuer) für Dehnungsmeßstreifen verwendet. Großzügiges Anschleifen nicht vergessen! Die halbkugelförmigen, durchsichtgen Enden des Rumpfes habe ich beim Hausfrauen-                (Verzeihung) -Bastelzubehör gefunden. Die kleinsten verfügbaren Kugeln haben 50 mm Durchmesser. An den Rohrstücken habe ich an einem Ende einen Absatz angedreht, so dass die eine Kugelhälfte auf das Rohr gesteckt werden kann. Die Länge der Rumpfhälften ergab sich durch die Größe der Einbauten.

Als Ballast habe ich Walzblei verwendet, welches ich (billig) in einer Gärtnerei (H...-Bastelzubehör,  T'schuldigung) gefunden habe. Das Blei wird entsprechend der Rumpfform gebogen und möglichst tief
verteilt.

Zugegeben, das Design ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber mein Sohn wollte eben einen U-Boot-Fisch. Die zweiteilige Fisch-Siluette besteht ebenfalls aus dem 2 mm starken ABS und ist einfach von außen auf das Rohr aufgeklebt. Ein großer Vorteil ist eine geringe Auftriebsänderung beim abtauchen. Die Positionsleuchten sind von innen durch Bohrungen in die Außenwand eingesetzt und verklebt. Zwei 3 mm  LEDs leuchten gerade nach vorne, zwei 5 mm LEDs sind ca. 30 Grad nach unten geneigt. Diese LEDs sind  einfach von außen an den Rumpf geklebt und die Anschlußdrähte durch Bohrungen nach innen geführt. Eine grüne Einschalt-Kontroll-LED beleuchtet übrigens die Vordere Halbkugel von innen.

Die Motoren sind mit Klebstoff am Lagerschild dichtgeklebt, Entstörung beachten! Das propellerseitige Gleitlager ist bei den geringen Tauchtiefen dicht genug, mit ein bißchen Wasser- und Umweltverträglichem Öl! Die Propeller stammen vom Zahnarzt. Genauer gesagt, hat der Zahnarzt eine kleine UV-Lampe die mit
einem Miniventilator gekühlt wird. Diese Ventilatoren werden scheinbar ab und zu ausgetauscht. Ein Bastelkollege hat zufällig eine Handvoll davon in die Finger bekommen. Leider haben die Propeller nur eine Drehrichtung, so dass ich mit der Drehmoment bedingten Krängung leben oder andere Propeller nehmen muß.
Die Propeller sind einfach auf die Motorwellen aufgepreßt. Die Motoren sind unter 45 Grad geneigt. Im nachhinein scheinen mir 30 Grad Neigung besser.  Den Restauftrieb schätze ich auf ca. 5 g, bei gerade nicht gefrorenem Wasser zu Weihnachten. Das ist
ziemlich wenig. Das Boot taucht damit gerade bis zu Rumpfoberkante ein. Bei so kaltem Wasser fährt sich  das Boot echt toll und sehr präzise. Mittlerweile ist auch wieder etwas wärmer (ca. 8-10 Grad) geworden. U2 geht von selber noch nicht unter, aber der Restauftrieb ist sichtbar weniger geworden. Ich muß bei sommerlichen Temperaturen auf jeden Fall etwas Ballast rausnehmen.

Wer mehr zu diesem Boot wissen möchte kann mir gerne eine email schreiben.

Erbauer: O.Scholten
U2 - oder - U-Boot-Fisch